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Ist Ihre Heizrechnung im Winter so hoch, dass sie Ihnen beinahe Tränen in die Augen treibt? Wir zeigen Ihnen, mit welchen Methoden Sie schnell und mit wenig Aufwand Energie und Euros sparen können – noch bevor Sie eine Energieberatung und Sanierung angehen.
Heizen verbraucht mit 73 Prozent die meiste Energie im Haus. Größere Baumaßnahmen wie Wärmedämmung und Austausch der Fenster helfen beim Sparen von Wärmeenergie, aber auch kleinere Verbesserungen und veränderte Gewohnheiten können helfen, sehr viel CO2 und Geld einzusparen.
Im Artikel beziehen wir uns hauptsächlich auf Einfamilienhäuser. Der folgenden Tabelle lassen sich aber auch Kosten und Sparmöglichkeiten für Mieterwohnungen entnehmen.
Spartipp | Kosten | Mietwohnung | Einfamilienhaus |
---|---|---|---|
1. Elektronische Heizkörperthermostate | 60 €/120 € | 60 € / Jahr | 115 €/ Jahr |
2. Heizkörper entlüften | 0 € | 30 €/ Jahr | 60 €/ Jahr |
3. Raumtemperatur senken | 0 € | 35 €/ Jahr | 75 €/ Jahr |
4. Richtig lüften | 0 € | 80 €/ Jahr | 155 €/ Jahr |
5. Fenster abdichten | 13 €/25 € | 35 €/ Jahr | 65 €/ Jahr |
6. Rollläden und Vorhänge schließen | 0 € | 5 €/ Jahr | 15 €/ Jahr |
7. Warmwasser sparen | 30 € | bis zu 380 €/ Jahr | bis zu 570 €/ Jahr |
8. Hydraulischer Abgleich | 690 € | x – Vermiter:in ansprechen | 85 €/ Jahr |
9. Heizungspumpe tauschen | 300 € | x – Vermieter:in ansprechen | 115 €/ Jahr |
10. Heizungsrohre isolieren | 70 € | x – Vermieter:in ansprechen | 300 €/ Jahr |
Heizkörper lassen sich genau programmieren, z.B. sodass um 7 Uhr das Bad werktags stets warm ist und am Wochenende erst ab 10 Uhr. Grundsätzlich sollte der Heizkessel so programmiert werden, dass die Temperatur nachts in allen Räumen auf ca. 15 Grad gesenkt wird.
Mit Hilfe von elektronischen Thermostatventilen lassen sich die Temperaturen aber auch tagsüber individuell regeln. Tauscht man z.B. ein 15 Jahre altes Thermostatventil gegen ein neues, elektronisches aus, lassen sich in einem Einfamilienhaus bis zu 125 € und 430 kg CO2 pro Jahr einsparen! Ein solches elektronisches Thermostat kostet 10 bis 50 € pro Heizkörper und spart im Vergleich zu selbst neuen, analogen Thermostaten 10 Prozent Energie ein! Im Durchschnitt sollte man Heizungsthermostate alle 15 Jahre austauschen, um vom neusten Stand der Technik zu profitieren.
Für Hausbesitzer:innen ist zudem ein hydraulischer Abgleich interessant. In diesem Rahmen kann man sich den Austausch von Heizungsthermostaten zu 30 Prozent staatlich gefördert. (siehe Punkt 8)
Ihre Heizkörper gluckern und werden nicht richtig warm? Dann sollten Sie sie schnell entlüften!
Wie entlüftet man eine Heizung?
Zuallererst benötigen Sie drei Gegenstände: einen Entlüftungsschlüssel (gibt’s für 1-2 € im Baumarkt), einen Eimer und ein Handtuch. Drehen Sie mit dem Entlüftungsschlüssel das Heizungsventil auf. Ist in Ihrer Heizungsanlage Luft, fängt es an zu zischen und sie entweicht. Sobald Wasser anstatt Luft aus dem Heizkörper kommt, ist er entlüftet. Dann drehen sie das Ventil schnell wieder zu.
Tipp: In mehrstöckigen Häusern sollten Sie unten mit dem Entlüften beginnen.
Achtung: Nicht jeder Heizkörper lasst sich manuell entlüften! Wenn kein Anschluss für den Entlüftungsschlüssel zu finden ist, entlüftet sich die Heizung automatisch. Gluckert sie trotzdem, können Luftblasen an undichten Stellen der Heizungsanlage entstanden sein – kontaktieren Sie in diesem Fall zeitig eine Fachkraft!
Selbstverständlich haben wir alle unser eigenes Empfinden was die perfekte Raumtemperatur angeht. Meistens stellen wir unsere Heizung im Winter aber viel zu hoch ein. Eigentlich reichen 20-21 °C aus, damit ein Mensch sich wohlfühlt. Schon ein Grad weniger spart in einem Einfamilienhaus mit ca. 110 m² Wohnfläche pro Jahr 260 kg CO2 und 75 €!
Wie erreicht man die Idealtemperatur für jeden Raum?
Normalerweise reicht es, eine Heizung auf Stufe 3 zu drehen, um 20-21 °C zu erreichen. Eine höher aufgedrehte Heizung heizt nicht schneller, sondern bloß länger. Das heißt: stellen Sie z.B. 21 °C als Wunschtemperatur ein, erreichen die Heizung auf Stufe 3 und auf Stufe 5 diese Temperatur gleich schnell, nur dass die Heizung auf Stufe 5 einfach weiterheizt!
Raum | Temperatur | Stufe |
---|---|---|
Wohnzimmer | 20°C | 3 |
Küche | 18-20°C | 2-3 |
Bad | 23°C | 3-4 |
Schlafzimmer | 16-18°C | 2 |
Kinderzimmer | 20-22°C | 3-4 |
Flur | 16°C | 2 |
Arbeitszimmer | 20-22°C | 3-4 |
Wenn Ihre Räume bei einer Heizkörpereinstellung von Stufe 3 nicht 20-21 °C erreichen, sind eventuell ein hydraulischer Abgleich (siehe Punkt 8) oder eine Reparatur an der Heizungsanlage nötig.
Achtung: Lassen Sie die Temperatur nirgendwo unter 16 Grad fallen, sonst bildet sich schneller Schimmel!
Lüften muss jeder. Schließlich sammelt sich sonst unnötige Feuchtigkeit (und Schimmel) und der Wohlfühleffekt sinkt. Viele Leute legen allerdings wenig Wert auf korrektes Lüften. Keine gute Entscheidung, denn Lüften kann ein wahres Sparwunder sein! Bis zu 155 € können Sie durch gezieltes Stoßlüften im Winter an Heizkosten sparen!
Stoßlüften bedeutet, die Fenster für kurze Zeit weit aufzureißen. Kippen ist wenig sinnvoll. Schließlich wird dabei nur ein Spalt geöffnet, durch den der Luftaustausch sehr langsam verläuft. Dadurch kühlen die umliegenden Wände ab, was die Schimmelpilze erfreut.
Im Winter sollten Sie daher Ihre Fenster drei bis viermal am Tag für circa fünf Minuten bis zum Anschlag öffnen.
Tipp: Schließen Sie die Tür zu Räumen, die noch beheizt werden, sonst übernimmt die Heizung aus dem Nebenzimmer den Job, Ihre Wunschtemperatur wieder herzustellen…
(jeweils 3-4-mal am Tag)
Dezember – Februar: 5 min
März – November: 10 min
Mai und Oktober: 20 min
Juni – August: bis zu 30 min
Zusätzlich sollten Sie nach dem Duschen und Baden lüften, damit die Feuchtigkeit aus dem Badezimmer entweicht.
Achtung: Drehen Sie beim Lüften die Heizung ab, sonst erkennt diese den Temperaturabfall und fährt wieder hoch, um ihn auszugleichen. Da ständig kalte Luft durch das Fenster nachströmt, arbeiten die anliegenden Heizkörper dann auf Hochtouren.
Sind Ihre Fenster undicht? Das können Sie ganz einfach testen. Stellen Sie ein brennendes Teelicht auf die Fensterbank. Flackert die Flamme in eine bestimmte Richtung, zieht es durch Ihr Fenster.
Im Idealfall kontaktieren Sie sofort einen Energie-Effizient-Experten (z.B. uns ), der sich die Schwachstellen Ihrer Fenster genau ansieht und Sie danach berät, durch welche Modelle sie am besten ersetzt werden. Leider kann sich nicht jeder Haushalt – trotz staatlicher Förderung von 20 % – einen Austausch aller Fenster leisten. Zum Glück lassen sich Fenster vorübergehend durch günstigere Maßnahmen etwas verdichten.
Gummidichtungen und Dichtungsbänder, die Sie in Ihren Fensterspalten abringen können, lassen sich im Baumarkt recht günstig erwerben. Am besten messen Sie Ihre Fensterrahmen und Fensterspalten ab und lassen sich im nächsten Baumarkt über die besten Optionen beraten. Bei zehn Fenstern müssen Sie mit Kosten von 50-100 € rechnen. Das Sparpotential liegt pro Jahr bei 65 € in einem Einfamilienhaus.
Tipp: Schaumdichtungsband ist zwar günstiger, hält aber durch seine Lebensdauer von ca. 2 Jahren nur wesentlich kürzer als Gummidichtungen!
Achtung: Kastendoppelfenster dürften nur an der inneren Fensterscheibe abgedichtet werden, sonst bildet sich zwischen den beiden Scheiben Kondenswasser.
Rollos und Vorhänge halten nicht nur Licht aus den Räumen fern! Wenn Sie Rollläden nachts im ganzen Haus und auch tagsüber in Räumen, die Sie nicht gebrauchen, unten lassen, ergibt sich 20% weniger Wärmeverlust als bei offenen Rollläden! Auch Gardinen haben – je nach Dicke – einen Dämmungseffekt.
Mit der Hilfe von Rollläden und Gardinen lassen sich in einem Einfamilienhaus bis zu 50 kg CO2 pro Jahr und 15 € an Heizkosten einsparen.
Vorsicht: Ihre Heizungen brauchen Freiheit! Möbel, Vorhänge oder ähnliches direkt vor Ihren Heizkörpern schränken die gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum ein. Achten Sie also stets darauf, dass alle Heizkörper Luft zum Atmen haben!
Heizungen wärmen nicht nur Luft. Jedes Mal, wenn Sie duschen, baden oder sich mit warmem Wasser die Hände waschen, springt Ihre Heizung an, um das Wasser zu erwärmen. Pro Haushalt ist das Warmwasser für 14% des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Doch mit einigen Maßnahmen lässt sich dieser Energieverbrauch deutlich senken:
Sorgt dafür, dass nur sieben anstatt 14 Liter Wasser pro Minute durch den Duschkopf fließen. Das funktioniert durch das Beimischen von Luft. Volumen und Druck des Wassers verändern sich dabei nicht. Deshalb spüren wir davon nichts. Durchflussbegrenzer und Perlstrahler für den Wasserhahn funktionieren ähnlich (erhältlich ab 10 €).
Bei 37.800 Liter Wasser/Jahr lassen sich auf diese Weise bis zu 375 € in einem Einfamilienhaus sparen. Wird das Wasser mit Strom beheizt, ist sogar ein Ersparnis bis zu 540 € drin.
Übrigens: Mit Hilfe eines Eimers mit Literskala und einer Stoppuhr (z.B. auf dem Handy) lässt sich ganz einfach herausfinden, wie viel Wasser pro Minute durch Ihren Duschkopf fließt: Stellen Sie den Timer auf eine Minute und lassen das Wasser so lange in den Eimer laufen. Nachdem die Minute abgelaufen ist, stoppen Sie sofort das Wasser und schauen, wie viel Wasser sich im Eimer befindet. So erkennen Sie, wie viel Wasser Sie mit Hilfe eines Sparduschkopfs einsparen würden.
Klar, ein Vollbad ist angenehm, doch um Heizkosten und gleichzeitig den Warmwasserverbrauch zu senken, sollte man Vollbäder zur wohlverdienten Ausnahme machen. Schließlich werden ca. 120 Liter Wasser pro Bad benötigt. Während einer durchschnittlichen Dusche landen nur ca. 50 Liter im Abfluss.
Ein Drei-Personenhaushalt spart durch seltene Vollbäder bis zu 105 kg CO2, wodurch 110 € pro Jahr mehr auf dem Konto bleiben.
Gewusst? Hände kann man auch mit kaltem Wasser waschen. Keime lassen sich durch warmes Wasser nicht abtöten. Da müssten Sie Ihre Hand schon mit kochendem Wasser übergießen. Seife hingegen verrichtet ihre Arbeit auch mit kaltem Wasser. Gründliches Händewaschen mit Seife – wie das geht, sollte mittlerweile jedem bekannt sein – entfernt bei jeder Wassertemperatur fast alle Erreger.
Waschen drei Personen sich fünf Mal täglich die Hände mit kaltem Wasser (ca. 2 Liter pro Person/Tag), werden bei einer Gasheizung 35 €/Jahr eingespart. Bei elektrisch geheiztem Wasser sind sogar 85 € drin!
Tipp bei Einhebelamaturen: Haben Ihre Wasserhähne nur einen einzelnen Griff, mit dem sich sowohl Warm- als auch Kaltwasser regeln lässt? Dann sollten Sie den Wasserhahn nicht einfach in mittiger Position öffnen! Auf diesem Weg werden automatisch kaltes und warmes Wasser gemischt, selbst wenn kein warmes Wasser benötigt wird. Möchten Sie nur kaltes Wasser benutzen, drehen Sie den Hahn ganz nach rechts. Sie können sich auch eine Energiesparamatur zulegen: Diese sorgt dafür, dass nur dann warmes Wasser läuft, wenn der Hebel ganz nach links gedreht wird.
Für die ganz Harten: Schließen Sie einfach das Warmwasserventil unterm Spülbecken. Dann fließt garantiert kein warmes Wasser mehr!
Manchmal scheint jeder Heizkörper im Haus ein Eigenleben zu entwickeln. Überall fiept und gluckert es; der eine Heizkörper glüht, der andere wird nicht richtig warm – und das, obwohl jedes Ventil vorbildlich auf Stufe 3 steht und Sie letztens erst die Heizanlage durchgelüftet haben.
Dann ist’s Zeit für einen hydraulischen Abgleich. Dieser sorgt dafür, dass das Wasser in Ihren Heizkörpern wieder gleichmäßig verteilt wird. So verstummen unerwünschte Geräusche und es herrschen wieder die gewünschten Raumtemperaturen. In einem Einfamilienhaus mit ca. 125 m² lassen sich so ca. 290 kg CO2 und 85 €/Jahr sparen.
Sie haben den Verdacht, dass Ihrem Heizungssystem ein hydraulischer Abgleich guttun würde? Dann haben eine tolle Nachricht! Der Staat fördert 30 % der Kosten! Wir versorgen Sie gerne mit allen nötigen Details zum hydraulischen Abgleich und unterstützen Sie beim Vorbereiten und Einreichen von Förderanträgen.
Alte Heizungspumpen gehören zu den größten Stromfressern eines Hauses. Durch den Einbau einer modernen, energieeffizienten Heizungspumpe lassen sich pro Jahr 170 kg CO2 und 105 € sparen. Der Austausch der Heizungspumpe rechnet sich bereits nach drei Jahren und wird zu 20% vom Bund gefördert. Wir beraten Sie gerne darüber, welche Heizungspumpe sich am besten für Ihr Haus eignet und wie Sie Fördermittel erhalten.
Zum Vergleich:
Stromkosten pro Jahr mit einer alten Pumpe: 117-176 €
Stromkosten mit einer neuen Pumpe: 15-29 €!!
Oft geht jede Menge Wärme verloren, bevor sie jemals das Innere eines Heizkörpers sieht. Bei einer Gasheizung sammeln sich durch Wärmeverluste pro Jahr 1045 kg CO2 mehr als nötig. Das klingt nicht nur katastrophal, sondern ist laut der Energiesparverordnung von 2009 sogar eine Ordnungswidrigkeit. Dämmen Sie Ihre Heizungsrohre, beenden Sie nicht nur diese unnötige CO2-Flut, sondern können in einem Einfamilienhaus ca. 300 € sparen!
SO geht’s:
Möchten Sie noch mehr Tipps wie Sie Ihre Heizung fit machen und Ihr Haus isolieren, damit es im Winter wohlig warm ist? Oder reichen kleine Tipps nicht aus und Sanierungsmaßnahmen stehen an? Wir helfen Ihnen gerne!
Unser Elfchen Elhado kennt sich bestens mit Energie und Immoblien aus. Für Sie recherchiert er spannende Artikel rund um die Themen Energieeffizienz und Hauskauf/-verkauf unter dem großen Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.
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